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Kindergartenstart

Heute ist DER große Tag! Mit 2 ¾ Jahren darf Hannah sich nun offiziell zu den Kindergartenkindern zählen.

Ich bin am Morgen aufgeregter als Hannah, die ich um 08.20 h erst einmal wecken muss und die sich dann immer noch alle Zeit der Welt lässt. (Jetzt beginnt dann wohl auch das offizielle Trödelalter.)

Kurz nach 9 h laufen wir im Kiga ein. In der Gruppe ist es noch recht ruhig, einige Kinder fehlen und die Gruppe wird bis zum Ferienbeginn peu à peu wieder auf ca. 24 Kinder aufgestockt. Momentan sind es nur ca. 18 Knirpse bei 2 Betreuerinnen und einer Jahrespraktikantin.

Das erste, was wir auf Hannahs Wunsch inspizieren, sind die Kinderklos und -waschbecken, von denen sie restlos begeistert ist. Sie ist aus der Toilette kaum wieder herauszubekommen. Evtl. ist das hilfreich beim Trockenwerden?!

Die Kindergärtnerin Gertrud (als David noch in den Kiga ging, nannte man diese Damen „Frollis“ (Ableitung von Fräulein)) zeigt Hannah im Flur die noch freien Haken, wo sie sich für „die Erdbeere“ entscheidet. (Der Name Emily stand übrigens auch auf meiner Namenswunschliste.  Ich bin aber trotzdem froh, mich für Hannah entschieden zu haben.)

Kaum im Gruppenraum angelangt, packt meine Tochter ohne zu zögern ihre Tasche aus und legt gleich mit dem Frühstück los.  Gertrud setzt sich –ebenfalls mit einem Brot bewaffnet- zu Hannah, damit sie nicht alleine essen muss. Ich halte mich dezent (soweit das bei meiner Statur machbar ist) im Hintergrund. Doch sobald „das Frolli“ am Frühstückstisch sitzt, erscheinen immer mehr Kinder am Tisch und wollen ebenfalls frühstücken. Das hat etwas von „das Leittier des Rudels hat das Kommando zum Essenfassen gegeben – dann wollen wir mal“. Wobei natürlich Gertrud und nicht Hannah das Alphatier verkörpert.

Nach dem Frühstück wird gespielt. Die einen in der Auto- und Bau-Ecke, die anderen in der Lego-Ecke und ein paar Verstreute sitzen an den Tischen zum Kartenspielen, Puzzeln und Malen. Wenn jeder machen darf, was er will, wird das Ganze neumodisch als „freies Spielen“ bezeichnet.

Hannah sieht sich alles an, wandert von hier nach dort und kommt zwischendurch immer mal wieder „Liebetanken“ zu Mama.

Im Gespräch mit Gertrud und Sieglinde (das andere Frolli) erfahre ich, dass das Thema der nächsten Monate im Kindergarten lautet:  „Ich bin ich“. Die Kinder beschäftigen sich seit ein paar Wochen mit der Selbstwahrnehmung, mit ihren Äußerlichkeiten, dem Körper, aber auch mit dem inneren Wesen, ihren Gefühlen, ihrer Einzigartigkeit. Das ganze soll im Laufe der Zeit auf Familie und Freunde ausgedehnt werden.

Gegen 11 h geht es ab nach draußen zum Austoben. Ich persönlich finde das Grundstück sehr schön, habe aber auch keine weitere Vergleichsmöglichkeit. Die Freifläche ist auf zwei Ebenen angeordnet. Die obere ist asphaltiert und wird zum Roller-, Fahrrad- und Dreiradfahren genutzt. Außerdem ist dort ein riesiger Sandkasten, ein großes Spielhaus, eine Rutsche und Beete, in denen Blumen wachsen. Über einen Weg aus Rindenmulch gelangt man zur Treppe (wahlweise kann man auch eine schräge Ebene oder eine lange Rutsche nutzen), um in das untere Freigehege Freigelände zu gelangen. Dort ist eine große Wiese mit diversen Klettergerüsten, einer Riesenschaukel, in der gleich mehrere Kinder wie in einer runden Schale sitzen können, ein Tunnel, ein weiteres Spielhaus und Beete, die von den Kindern bepflanzt werden dürfen (quasi junges Gemüse - gezogen von jungem Gemüse).

Hannah hat einen Mordsspaß und ist nicht dazu zu bewegen, auch nur eine Minute früher zu gehen als die anderen Kinder. (Das war ein Vorschlag der Frollis, weil sie dachten, es wäre sonst zuviel für den ersten Tag.)

In Hannahs Gruppe sind heute morgen nur 2 Mädchen, beide auch erst drei und sehr still (Ich habe nicht einmal ein Wort von den beiden gehört! ). Der Rest der Gruppe besteht -zumindest heute- nur aus Jungs. Da ist Hannah ganz glücklich, als sie draußen auf dem Hof von einem größeren Mädchen aus einer anderen Gruppe unter die Fittiche genommen wird. Das Mädel kümmert sich rührend um sie bis zur Mittagspause.

Als wir gegen 12.15 h wieder zu Hause eintrudeln ist Hannah rechtschaffen müde und kaum zu bewegen, noch etwas zu essen. Zur Feier des Tages schaut unerwartet der Papa in der Mittagspause zu Hause vorbei (und bringt damit die Mama in die Bredouille, die noch gar nicht fertig ist mit Kochen, weil sie ihn –wie gewöhnlich- auf der Arbeit wähnt) und lässt sich von Hannah berichten, wie es ihr im Kiga gefallen hat. Da das Kind aber kaum noch die Augen aufhalten kann, übernimmt Mama den Rest der Erzählung und Hannah darf es sich in ihrem Bett gemütlich machen………

1.4.08 15:43
 
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