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Von Nahrungsaufnahme- und abgabe

Hannah war schon immer ein schlechter Esser. Von daher muss ich mich ständig mit Fragen auseinandersetzen, die da lauten: „Lasse ich sie jetzt essen, wie sie will, damit sie überhaupt etwas in den Bauch bekommt? Oder wäre es besser, ihr klar zu machen, dass der Teller verschwindet, sobald sie wieder nur die Finger statt der Gabel im Gemüse hat? Auch auf die Gefahr hin, dass sie dann das Essen komplett verweigert? Wirklich viel isst sie allerdings auch mit Fingern nicht. Ein ständiger K(r)ampf.

Seit ein paar Tagen kommt zur nervigen kreativen Nahrungsaufnahme per beschmierten Finger auch noch eine ungewöhnliche Nahrungsabgabe hinzu. Hannah hat nämlich Husten. Nix dramatisches. Sie hustet auch nicht die ganze Zeit. Aber wenn sie hustet, dann mit „Nachgeschmack“. Soll heißen, sie storniert die vorherige Mahlzeit teilweise wieder im hohen Bogen. So etwas  kann ganz schön lästig anstrengend sein, sage ich Euch. Zum Beispiel dann, wenn schon das zweite Bettlaken mitten in der Nacht aufgezogen werden musste und der zweite Schlafsack eingesaut beschmutzt ist. Dann freut man sich einfach darüber, dass die Patentante aus Waiblingen ins Weihnachtspaket als Bonusmaterial noch ein paar zu klein gewordene Kleidungsstücke ihrer Tochter gepackt hatte. Und einen Schlafsack! Wenn das mal keine weise Voraussicht war……. Danke Tante Gunde!
Unangenehm wird es aber auch dann, wenn das ganze Storno des Frühstücks während der einstündigen Autofahrt nach Trier stattfindet. Besser: Hannah hatte sich entschlossen, die Retoure auf dreimal aufzuteilen. Damit wir auch wirklich etwas haben von unserem kleinen Ausflug. Der war eigentlich nur dazu gedacht, einen neuen Klodeckel eine neue WC-Brille zu besorgen, die ich in einem unbedachten Moment zerdeppert hatte. Quer durch, da war nix mehr zu machen.

Hannah hat an diesem Tag –von der Kotzerei den kleinen Unfällen abgesehen- auch zu unserer Erheiterung beigetragen. In jeden Baumarkt, den wir betraten, stürmte sie voller Begeisterung und brüllte laut: „Wieder neues Klo, wieder neues Klo!“ Die Leute amüsierten sich prächtig darüber.
An den Ampeln kamen wir dann noch in den Genuss ihrer von mir erteilten Verkehrserziehung. Aber irgendetwas scheine ich dabei falsch gemacht zu haben, denn immer, wenn eine Ampel wieder auf GRÜN schaltete, krähte es vom Rücksicht aufgeregt: „Mama fahren, Lampe is rot!“ Na, sie hat ja noch Zeit bis sie 18 ist, um die Farben zu lernen.

Aber ich schweife ab…….

Ich frage mich die ganze Zeit, ob das schlechte Essen mit einem „Entwicklungsschub“ zusammenhängt. Als weiteres Indiz spricht nämlich dafür, dass Hannah sich sprachlich gerade enorm entwickelt und auch ihre Persönlichkeit als eine eigenständige wahrnimmt. Ihre Lieblingsbeschäftigung besteht zurzeit demzufolge im Widersprechen: „Hannah, lass das Messer liegen, du kannst dein Brot noch nicht alleine schneiden.“ Ihre Antwort: „Sicher!“ (wobei sie sich fast die Finger absäbelt.) „Hannah, man kann keine rohen Kartoffeln essen.“ „Sicher!“ meint Hannah und beißt hinein.

Ich komme schon wieder vom Thema ab……. Na ja, nicht so ganz…….

Heute morgen beim Frühstück wollte Hannah mal wieder ihr Butterbrot nicht essen. Sie kündigte an, sie hätte Lust auf Spinat. „Zum Frühstück?“ werdet ihr Euch fragen. Und kennt auch schon Hannahs Antwort. „Sicher!“ sagte sie und aß zum ersten Mal seit Tagen mit großem Appetit.

5.1.08 19:12
 
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